Motivation

Die SIAMP GmbH ist ein eigenständig geführtes Unternehmen in Zwickau, welches sich auf die Entwicklung, Fertigung und den Vertrieb von Sanitäranlagen spezialisiert hat. Die Produktpalette umfasst verschiedene Sanitärprodukte – im Wesentlichen Spülsysteme, bestehend aus Spülkästen als Vor- oder Unterbauvariante, und Frontplatten für den Premium-Markt. Die Frontplatten der Spülsysteme werden für den Einzelhandel in größeren Stückzahlen produziert. Durch individuelle Kundenansprüche im B2B-Bereich werden anspruchsvolle Designs auch in kleineren Losgrößen gefertigt. Der Einzelhandel kauft individuelle Designs von Spülsystemen aufgrund der erhöhten Kapitalbindung und dem Verkaufsrisiko allerdings ungern an. Eine Alternative ist die Beistellung der SIAMP-Produkte an den Einzelhandel, sodass erst beim Verkauf der Produkte eine Rechnungserstellung und ggf. Nachbestellung erfolgt. Dieses Vertriebsmodell wird aktuell durch die technischen Gegebenheiten in den verschiedenen Märkten nicht oder nur unzureichend genutzt.

Zielstellung

Im Umsetzungsprojekt mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Chemnitz wird eine prototypische Lösung zur automatischen Identifikation von Verkaufsartikeln auf einem Produktaufsteller (Produktdisplay) mit Hilfe von Auto-ID angestrebt, um den aktuellen Bestand permanent zu erfassen und Nachbestellungen zu vereinfachen. Durch ein solches „Auto-ID-Produktdisplay“ mit automatischer Produkterkennung und der Meldung über Verkäufe kann die SIAMP GmbH ihre Markteintrittsbarriere im Einzelhandel erheblich senken. Einzelhändler optimieren ihre Kapitalbindung und benötigte Produktdesigns können schneller an Kundenbedarfe angepasst werden. Durch das angepasste Vertriebskonzept erfahren die Endkunden eine höhere Individualisierung der Angebote, ohne dass sich die Preise oder der Marktzugang verändern.

Vorgehen

Zunächst erfolgt eine Prozessanalyse des IST-Zustandes. Dabei werden sowohl die im Produktdisplay zu vertreibenden Produkte genauer betrachtet, als auch die Bedingungen und Abläufe im Einzelhandel analysiert. Darauf aufbauend erfolgt die Auswahl einer geeigneten Auto-ID-Technologie, die Softwareentwicklung zur Verwaltung der zu erfassenden Produkte sowie das automatische Versenden von Ereignissen, welches mit dem Verkauf der Produkte einhergeht. Auf Basis der ermittelten Grundlagen zu Prozessen, Systemen, Schnittstellen, Technologien und Daten wird ein erstes Lösungskonzept erarbeitet, welches gemeinsam mit der SIAMP GmbH konkretisiert wird. Dieses Konzept soll bei Machbarkeit in einem Prototyp resultieren und getestet werden. Abschließend werden die Ergebnisse in einem Lastenheft dokumentiert, um eine Basis für die Investitionsentscheidung zu generieren.

Unternehmen

 

SIAMP GmbH
www.siamp.de

 Konsortialpartner

 

Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU

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ICM – Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau e.V.

Ansprechpartner

Adrian Singer

Tel.: +49 (0) 371 / 5397-1206
E-Mail: adrian.singer@betrieb-machen.de