EuGH-Urteil zu Social Plugins

EuGH-Urteil zu Social Plugins Der EuGH hat in seinem Urteil vom 29.7.2019 (C-40/17) über die datenschutzrechtliche Bewertung von Social Plugins entschieden. Was sind Social Plugins? Social Plugins sind „Werkzeuge“ sozialer Netzwerke (zum Beispiel der „Gefällt mir“-Button von Facebook, um den es auch in dieser Entscheidung geht), die Webseitenbetreiber in ihren eigenen Internetauftritt einbauen können. Ein KMU kann also auf seiner Webseite den „Gefällt mir“-Button integrieren. Klickt ein Seitenbesucher darauf, wird dies im Sozialen Netzwerk angezeigt. Die anderen User sehen, dass einem ihrer Kontakte der Internetauftritt und die Produkte dieses KMU gefallen. Über Social Plugins lässt sich Werbung optimieren.[1] Ausgangslage Der EuGH beschreibt, dass zur Aktivierung eines Social Plugins auf der eigenen Internetseite ein technischer Verweis auf den Drittinhalt gesetzt werden müsse. Diesen Verweis erkennt der Browser des Users. Der Browser stellt nun eine Verbindung zum Server her, auf dem die Drittinhalte gespeichert sind und bekommt diese übermittelt. Im vorliegenden [...]

Datenschutzkonformes Fotografieren im DSGVO-Zeitalter – unmöglich?

Der Datenschutz gilt nicht erst seit der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) überall dort, wo personenbezogene Daten verarbeitet werden. Solche Daten liegen immer dann vor, wenn Informationen verarbeitet werden, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen (Art. 4 Nr. 1 DSGVO). Mit anderen Worten ist der Datenschutz auch beim Fotografieren und Veröffentlichen von Bildern relevant, sofern die Fotografien identifizierbare Personen darstellen. […]

Es waren einmal … Weihnachtsgrüße … danke EU-DSGVO!?

1. Datenschutzkonformer Versand von Weihnachtskarten? Man mag fast meinen, dass die DSGVO ihre Popularität etwas verloren hat, zumindest wenn man den Rückgang der Pressemitteilungen darüber als Indiz heranzieht. Doch gerade die Weihnachtszeit soll es nunmehr wieder sein, die dazu führt, dass die DSGVO wieder neuen Aufwind erhält. […]

Verwertungsverbot bei Videoüberwachung durch Arbeitgeber!

Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 23.08.2018. Az.: 2 AZR 133/18 Zum Sachverhalt – kurz zusammengefasst:  Die klagende Arbeitnehmerin war seit 2006 in dem Tabak- und Zeitschriftenhandel des beklagten Arbeitgebers beschäftigt. Dieser installierte eine offene Videoüberwachung. Damit wollte er sich vor Straftaten an seinem Eigentum durch die Kundschaft und auch der eigenen Arbeitnehmer schützen. Der Arbeitgeber trug vor, im dritten Quartal 2016 einen Fehlbestand bezüglich der Tabakwaren festgestellt zu haben. Bei der folgenden Auswertung der Videoauszeichnungen im August 2016, zeigte sich, dass die Arbeitnehmerin an zwei Tagen im Februar die erzielten Einnahmen nicht in die Registrierkasse legte. Woraufhin ihr am 13. August 2016 fristlos gekündigt wurde. Hiergegen klagte die Arbeitnehmerin. […]

Robotik, Projektmanagement und Recht im Rahmen Industrie 4.0

Am 14. November fand der Thementag „Robotik, Projektmanagement und Recht im Rahmen Industrie 4.0“ am Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau e. V. (ICM) statt. An diesem Tag hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, ausgewählte Themenfelder des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Chemnitz näher kennenzulernen und sich gemeinsam auszutauschen. […]

EU-DSGVO für Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren

Die EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) bezieht sich flächendeckend auf die Verarbeitung personenbezogener Daten, so dass auch die Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren diese zu beachten haben. Aus diesem Grunde referierte Dipl.-Jur. Univ. Gernot Kirchner am 17. September 2018 auf der 7. Sitzung der Redaktionsgruppe Mittelstand-Digital in Berlin […]