Technologieauswahl-Tool verbessert Beratungsprozesse

Ausgangssituation

Die enesty GmbH in Dresden ist ein Technologieunternehmen für maßgeschneiderte Lösungen in den Bereichen Spritzgießwerkzeuge, Temperierung und additive Fertigung – vom Prototypen über Kleinserien bis hin zum Werkzeug für Großserien. Bei der additiven Fertigung berät enesty ihre Kunden zum Einsatz von 3D-Druck zur Herstellung von Spritzgießwerkzeugen und Prototypen. Der Technologieberatungsprozess ist sehr aufwendig, ressourcenintensiv und aufgrund der unvollständigen Informationslage der Anwender hinsichtlich der passenden Bewertungskriterien fehleranfällig. Darüber hinaus ist sehr spezialisiertes und oftmals nur implizit verfügbares Wissen notwendig.

Vorgehen

Zunächst wurde der Technologieberatungsprozess bei der Firma enesty analysiert. Durch Interviews wurde klar, dass die Anwender andere Kriterien nennen, als zur Auswahl der passenden 3D-Drucktechnologie notwendig sind. Zur Vereinfachung des Technologieauswahlprozesses und der Übersetzung der Kriterien wurde ein datenbankbasiertes Softwaretool programmiert, welches sowohl die Sprache der Anwender spricht, als auch diese in sinnvolle Anforderungen für additive Fertigungsprozesse überführen kann. Diese Software wurde im Anschluss bei der enesty GmbH getestet und basierend auf dem Nutzerfeedback in Bezug auf intuitive Bedienung und erweiterte Funktionen überarbeitet.

|| © Fraunhofer IWU
Praxisbeispiel: Digitales Werkzeug für Technologieauswahl
»Vielen Dank an das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Chemnitz. Mit dem digitalen Werkzeug DigiToolAM haben wir jetzt die Möglichkeit die Qualität und Effizienz unseres Technologieberatungsprozesses zu verbessern.«
Michael Süß,
Abteilungsleitung Additive Fertigung enesty GmbH

Ergebnis

Mit der Entwicklung der prozessunterstützenden Software wurde zunächst lediglich das in den Köpfen der Mitarbeiter vorhandene Wissen für z. B. Kunden und neue Mitarbeiter zugänglich gemacht. Dadurch können Missverständnisse im Technologieberatungsprozess vermieden werden. Die konkreten Anforderungen der Kunden können passgenau in Anforderungen an den 3D-Druck überführt und damit schneller die optimale additive Fertigungstechnologie empfohlen werden. Das grundlegende Vorgehen lässt sich auf andere Technologieberatungs- sowie Technologieauswahlprozesse übertragen.

Nutzen

  • digitale Unterstützung bei 3D-Drucktechnologieauswahl
  • stilles Wissen wird nutzbarer Software zugänglich gemacht
  • Vermeidung von Missverständnissen und somit
  • sichere Übersetzung von Nutzerkriterien in Technologiekriterien

Ansprechpartner

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Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Chemnitz gehört zu Mittelstand-Digital. Mit Mittelstand-Digital unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen und dem Handwerk.

Was ist Mittelstand-Digital?
Mittelstand-Digital informiert kleine und mittlere Unternehmen über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung. Die geförderten Kompetenzzentren helfen mit Expertenwissen, Demonstrationszentren, Best-Practice-Beispielen sowie Netzwerken, die dem Erfahrungsaustausch dienen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ermöglicht die kostenfreie Nutzung aller Angebote von Mittelstand-Digital.
Der DLR Projektträger begleitet im Auftrag des BMWi die Kompetenzzentren fachlich und sorgt für eine bedarfs- und mittelstandsgerechte Umsetzung der Angebote. Das Wissenschaftliche Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK) unterstützt mit wissenschaftlicher Begleitung, Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit.
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