Unter dieser Überschrift fand am 10.12.2020 der Thementag zu Retrofit-Projekten an Bestandsmaschinen und im Hinblick auf eine durchgängige Datenintegration statt.

Stetig steigende Kundenanforderungen und hoher Wettbewerbsdruck stellen Unternehmen vor immer neue Herausforderungen. Um diese zu beherrschen gilt es, die Daten unterschiedlicher Anlagen und Systeme durchgängig zu erfassen, Informationsverluste zu minimieren und die Datenqualität zu steigern. Doch bei Bestands- und Alt-Maschinen ist es oftmals nicht ohne Veränderungen an den Anlagen möglich, diese mit modernen EDV-Systemen zu koppeln und Informationen wie beispielsweise den Maschinenstatus oder Daten integrierter Sensorik – falls überhaupt vorhanden – von außerhalb der Anlage verfügbar zu machen und zu speichern.

Nachdem Dipl.-Ing. Pierre Grzona (Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Chemnitz) die Teilnehmer mit einleitenden Worten zur fortwährenden Aktualität des Themas Retrofit begrüßte, legte Dipl.-Inf. Daniel Fischer (ebenfalls M4.0KC) dar, wie das Kompetenzzentrum im Rahmen eines Umsetzungsprojektes mit einem lokalen mittelständischen Unternehmen eine praktische Lösung zum Thema Betriebsdatenerfassung an Bestandsmaschinen entwickelte und prototypisch implementierte.

Anschließend zeigten Dr.-Ing. Stefan Hennig (SQL Projekt AG) und Dipl.-Ing. Ronald Sieber (SYS TEC electronic AG), wie in einem Kooperationsprojekt von drei Unternehmen eine Lösung zur durchgängigen Datenintegration anhand eines Retrofit-Use Cases umgesetzt wurde. In einer Diskussionsrunde stellten sich die Experten den Fragen der Teilnehmer und beleuchteten bspw. welchen Anforderungen sich Datenintegrationssysteme im Alltag von Industrie 4.0 stellen müssen, aber auch welche Geschäftsmodelle sich neu entwickeln. Zum Abschluss gab das M4.0KC noch einen Einblick in die angeschlossene Experimentier- und Digitalfabrik (EDF) und zeigte die Möglichkeiten, die dieses Forschungsumfeld sowohl den Wissenschaftlern, als auch interessierten Unternehmen bietet.

Nachdem das Format als Präsenzveranstaltung geplant war, wurde auf Grund der Corona-Pandemie auf ein hybrides Veranstaltungsformat gewechselt. Das Team des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Chemnitz sendete aus der Experimentier- und Digitalfabrik, wobei die weiteren Teilnehmer und Referenten sich online zuschalteten.

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