Motivation

Das Unternehmen GWG Gasflaschenwerk Grünhain GmbH hat sich auf die Herstellung von geschweißten Stahlflaschen spezialisiert. Das Werk setzt eine über 80-jährige Tradition fort und fertigt eine breite Produktpalette hochwertiger Propangas-, Treibgas-, und Kältemittelflaschen. Über 900.000 geschweißte Stahlflaschen werden jährlich am Standort bearbeitet. Die Reparatur und Überprüfung der Flaschen ergänzt das umfangreiche Leistungsspektrum des Unternehmens.

Die Rückverfolgbarkeit von geschweißten Stahlflaschen ist zum aktuellen Stand der Technik, anders als in der Pharma- ober Lebensmittelindustrie nur im Rahmen von Produktionslosen, nicht bezogen auf das einzelne Produkt möglich. Hierzu erfolgt bisher eine rein manuelle, innerbetriebliche Erfassung notwendiger Daten nach normativen Vorgaben. Um diesen Zustand wesentlich zu ändern und zu verbessern, sind produktionsgebundene Daten anhand einer eindeutigen Merkmals (z.B. einer Seriennummer, fest geprägt), dauerhaft über ein entsprechendes Bauteil (z.B. Halsring) mit dem Produkt zu verbinden. Die Datenerfassung sollte zukünftig über die eindeutige optische Erkennung dieses Bauteils (der Seriennummer) digital erfolgen.

Zielstellung

Im Umsetzungsprojekt mit dem Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Chemnitz soll die Digitalisierung von Stahlflaschen erarbeitet werden, die es ermöglicht, die Rückverfolgbarkeit der produktionsgebundenen Daten jeder geschweißten Stahlflasche zu erfassen.

Die Identifizierung jeder Stahlflasche soll anhand einer fest geprägten Seriennummer und eines passiven RFID Transponders erfolgen. Diese lassen eine optische Les- und Erkennbarkeit der Bauteile und die Speicherung der flaschenbezogenen Daten im Zuge der Herstellung zu.

Ziel soll es sein, auf die manuelle Datenerfassung der Produktion zu verzichten und damit mögliche Fehlerquellen zu vermeiden, um eine zuverlässige Rückverfolgbarkeit der produktionsgebundenen Daten zu erhalten.

Innerhalb des Lösungskonzepts soll auch der mögliche anschließende Aufbau von Logistikkonzepten in Form eines Flaschen- und Behältermanagements geplant werden.

Vorgehen

Ausgangspunkt bildet eine IST-Analyse der Prozesse. Dabei werden sowohl die Produktionsprogrammdaten genauer betrachtet, als auch die Fertigungsabläufe und Hallen- und Lagerstrukturen. Durch Interviews mit den Mitarbeitern und einer Produktionshallenbegehung mit begleitender Erläuterung relevanter Abschnitte, werden die benötigten Basisinformationen generiert. Auf dieser Grundlage wird ein erstes Lösungskonzept erarbeitet, welches gemeinsam in einem Kreativworkshop mit dem Unternehmen konkretisiert wird. Ein nutzenbringendes Konzept soll bei Machbarkeit in Zusammenarbeit mit den Entwicklern der GWG Gasflaschenwerk Grünhain GmbH in einem Prototyp resultieren und getestet werden.

Unternehmen

 

GWG Gasflaschenwerk Grünhain GmbH
https://www.gasflaschenwerk.de/

 Konsortialpartner

 

TU Chemnitz: Institut für Betriebswissenschaften und Fabriksysteme, Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement

Ansprechpartner

Erik Hunold

+49 (0) 371 / 531 36454
erik.hunold@betrieb-machen.de